auf der Suche

auf der Suche


Es stand also für mich fest: "Ich will Furcifer minor finden"!
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie schwierig sich dieses Projekt gestalten sollte. Bei der Planung meiner Reise 2007 plante ich diese Tour von Ivato nach Itremo. Eigentlich ganz einfach, dachte ich. Die Straße sieht auf der Landkarte gut aus. Also normalerweise kein Thema. Als ich aber meinem Fahrer von meinem Vorhaben berichtete weigerte er sich in dieses Gebiet zu fahren.

Ich war total erstaunt und erkundigte mich wo das Problem ist. Nach und nach erfuhr ich aus verschiedenen, zuverlässigen Quellen, dass es sich um die sogenannte "Zone rouge" handelt in der kriminelle Viehdiebe ihr Unwesen treiben. Laut den Meldungen soll es sich um eine Gruppe Gesetzesloser handeln, die in Dörfer einfallen um zu plündern und zu rauben. Läuft man diesen Leuten über den Weg, so kann man froh sein, mit dem Leben davon zu kommen. So die Meinungen vieler Madagaskarkenner. Ich nahm diese Warnungen sehr ernst und fragte auch noch bei Thorsten Negro von "Tanalahorizon" nach. Thorsten, als erfahrener Madagaskar -Kenner bestätigte mir diese Meldungen.

ambositra

Lebensmüde bin ich bestimmt nicht, aber ich wollte unbedingt in dieses Gebiet. Und somit beauftragte ich meinen madagassischen Freund Benjamin mir einen Fahrer zu besorgen, der sich auskennt und mich in die "Zone Rouge" fährt.Ein ehemaliger Taxi Brousse Fahrer kannte dieses Gebiet wie seine Westentasche und war für diese Tour mein Fahrer. Er kannte auch die Militzen, die am Anfang und am Ende eines jeden Dorfes Wache hielten. Mit einer "kleinen Spende" ließen uns die Gesetzeshüter auch passieren. Soviel zu den Begleiterscheinungen, jetzt zum Eigentlichen - Furcifer minor!

Zuhause hatte ich verschiedene Farbausdrucke vorbereitet um den Dorfbewohnern zu zeigen wonach ich auf der Suche bin. Wir durchquerten auf dem Weg nach Itremo verschiedene Dörfer und in jedem Dorf versprach man uns bei der Suche zu helfen. Die Landschaft wurde aber immer trostloser und kurz vor Itremo standen wir inmitten einer riesigen Grassteppe. Ich hatte gehört, dass es in Itremo F. minor in Kakao - und Kaffeplantagen geben soll, aber der natürliche Lebensraum war mir viel wichtiger. Wir beschlossen umzukehren denn in dieser trostlosen Landschaft gab es sicher keine Chamäleons.

Wir zeigten den Dorfbewohnern die Fotos und die Leute waren bereit mir bei der Suche zu helfen. Am Anfang wurden mir nur Furcifer lateralis gebracht und ich hatte den Eindruck, dass die Madagassen den Unterschied nicht sehen wollten oder konnten. Mir kam es vor, als ob für Sie alle Chamäleons gleich sind. Sie benutzten auch nur das Wort "Tanalah". Damit meinten Sie Furcifer minor, Furcifer lateralis ohne auf die Unterschiede zu achten.

So kamen wir nicht weiter! Wir suchten uns schließlich 3 Männer des Dorfes aus und versprachen Ihnen ein "Kopfgeld" für jede gefundene Furcifer minor. Nach mehr als 2 Stunden, in einem privaten Tapiawaldstück, fand einer der Männer ein kleines Männchen. Ich war total begeistert und fotografierte was das Zeug hielt. Zuletzt noch ein Gruppenbild mein Fahrer (2. von links) hält das kleine Chamäleon auf der Hand. Ich gab ihnen, wie verabredet, etwas Geld und alle waren zufrieden.

 

Languages

Furcifer minor

Furcifer minor Habitat

auf der Suche